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Weltjugendtag in Sydney 2008

 

 

Eingeladen zum Fest des Glaubens

 

Für 33 Jugendliche aus Gütersloh, davon 12 aus unserem Pastoralverbund, begann kürzlich die große Reise zum Weltjugendtag nach Sydney.

In den vergangenen 1 ½ Jahren bereiteten sich unsere Pilger in verschiedenen Gruppen und bei unterschiedlichen Treffen auf die aufregende Reise vor.

In einem feierlichen Aussendungsgottesdienst in der St. Pankratiuskirche wurde den WJT-Fahrern am Sonntagabend, 06. Juli 2008, der Pilgersegen gespendet.

Auch unsere Bürgermeisterin, Frau Maria Unger, gab den jungen Leuten gute Wünsche mit auf den Weg.

 

Bischof Dr. Franz Josef Bode (Bischof von Osnabrück und Vorsitzender der Jugendkommission der dt. Bischofskonferenz) regt in einem Brief dazu an, mit dem Pfingsthymnus für die Jugendlichen und ihre Begleiter zu beten.
Er schreibt dazu u.A.: "Mit diesem Gebet, das uns in diesem Moment verbindet, bleibt der Weltjugendtag nicht nur ein Reiseereignis oder eine Wallfahrt von Wenigen. Mit diesem Gebet wird er immer auch ein Aufbruch der Kirche insgesamt, ein Aufbruch an jedem Ort, wo Menschen sich im Namen Jesu versammeln, ein Aufbruch in jedem Herzen, in dem der Geist Gottes wohnen will."


(Den Text des Pfingsthymnus finden Sie im Gotteslob unter der Nr.244)


Nach der Messe wurde ein kleiner Imbiss angeboten und den Reiseteilnehmern je ein orangefarbenes T-Shirt, ein Sweat-Shirt sowie ein Pilgerhut überreicht.

Am 07. Juli 2008 gegen 14:50 Uhr starteten die Busse mit den Teilnehmern, Fahrtziel Frankfurt-Flughafen. Als Abflugzeit zum ersten Zwischenziel der Reise, Singapur, war 22:00 Uhr angesetzt. Dort trafen die Reisenden nach ca. 13 Stunden ein.

Die nächste Etappe endete am Mittwoch Morgen in Melbourne. Von dort ging es per Bus in die Bistumsstadt Bendigo, wo unsere Jugendlichen bis zum Montag, 14. Juli 2008, in Gastfamilien unterkommen.

Es erwartet sie dort ein umfangreiches Programm: Ein Treffen mit dem Bürgermeister, Ausflüge in die Umgebung, Messen und Überraschungen, die von den Gastfamilien vorbereitet wurden. Außerdem wird ein Tag mit sozialen Aktivitäten verbracht...

 

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Hier ein kleiner Bericht von den Erlebnissen beim Weltjugendtag 2008:

 

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Eine Reise nach Australien lässt einen die Welt mit anderen Augen sehen. Schließlich fliegt man einmal um die Erde, um dieses Land zu erreichen. Die Reise unserer (größtenteils orange gekleideten) Gruppe aus Gütersloh und Umgebung begann zunächst mit einer Busfahrt nach Frankfurt/Main. Nachdem wir dann die zahllosen Hürden einer Flugreise genommen hatten, transportierte uns Singapore Airlines nach Singapur, und auf den Bildschirmen des Flugzeuges konnten wir sehen, wie die Welt unter uns vorbei zog. Tschechien, Russland, Pakistan... und schließlich von Singapur über sehr viel Wasser nach Melbourne.

Vorbei am australischen Zoll kamen wir schließlich in unseren Gastfamilien an. Ich kürze die Reise hier gehörig ab, aber um ein besseres Bild von der Zeit zu gewinnen, die wir auf dem Weg verbracht haben: Wir fuhren am Montag Nachmittag deutscher Zeit los, und kamen am Mittwoch Morgen australischer Zeit an.

Dementsprechend waren wir dankbar, als wir in unserer Gastheimat Bendigo herzlich begrüßt und mit Grillgut bewirtet wurden.

Im Verlauf der folgenden Tage sollten wir die kleine Stadt noch weiter schätzen lernen, vor allem jedoch ihre Einwohner. Denn jeder in der Stadt hieß uns willkommen, besonders die Gastfamilien. Sie waren diejenigen, die uns bewirteten, für unseren Transport sorgten und uns ihre Heimat näher brachten.

Bendigo ist eine schöne alte Goldgräberstadt mit einer noch funktionierenden Goldmine und vielen Gebäuden im Stil des 19. Jahrhunderts. Ein Prunkstück ist sicherlich die Kathedrale, die einige von uns im Rahmen einer Solidaritätsaktion putzten, wischten und polierten.

Hier fand auch nach knapp einer Woche unser Aussendungsgottesdienst nach Sydney statt.

In der Metropole erwartete uns eine völlig andere Erfahrung. War Bendigo noch sehr familiär und überschaubar gewesen, war Sydney völlig in der Hand der Pilger.

Die Hauptstraßen waren gesperrt und Menschenmassen mit orange-gelb-roten Pilgerrucksäcken schoben sich darüber. An jeder Ecke traf man auf Pilgergruppen, die entweder ihren weiteren Weg planten oder eine spontane Gesangs- und Tanzeinlage darboten.

Ein weiterer Unterschied zum beschaulichen Bendigo: die Veranstaltungen waren unvorstellbar groß. Um auf unseren Platz am Hafen zu kommen mussten wir gut und gerne zwei Stunden einkalkulieren, schließlich hatten Tausende das gleiche Ziel.

Nach den Messen oder der Begrüßung des Papstes verteilten sich die Pilger von ihren zugewiesenen Plätzen wieder über die Stadt, wobei besonders der vornehme und wunderschöne Darling Harbour für unsere Gruppe zum beliebten Treffpunkt wurde.

Unser Weg zur Abschlussmesse lässt sich nur als beschwerlich beschreiben. Zu Beginn waren wir noch guter Dinge und zogen singend über die Harbour Bridge. Hierzu muss man wissen, dass diese sonst nur dem Autoverkehr dient. Diese Hauptverkehrsader zu sperren wäre in Gütersloh höchstens mit einer Vollblockade der B61 zu vergleichen.

Nach einigen Kilometern setzten uns die Hitze, das schwere Gepäck und die Hügel Sydneys merklich zu, so dass wir heilfroh waren, als wir unseren Platz auf dem Randwick Racecourse gefunden hatten. Von dort konnte man leider nicht allzu viel sehen. Doch über Lautsprecher und Videoleinwände konnten wir der Vigilfeier und der Messe am nächsten Morgen dennoch folgen.

Nach der Sonntagsmesse ging es für uns zurück in die Schule und von dort am nächsten Morgen in die Heimat.

Hier sind zwei Wochen im absoluten Kurzformat wiedergegeben. Was bleibt zu sagen? Jeder von uns hat auf dieser Reise wunderbare Menschen kennen gelernt, Großartiges gesehen und einzigartige Erfahrungen gesammelt. Es war, so abgedroschen dies klingen mag, ein friedliches Fest des Glaubens, und jeder der dabei sein durfte kann sich sehr glücklich schätzen.

 

(Matthias Kuhr)

 

 

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Bilder vom Weltjugendtag in Sydney finden Sie in unserem Fotoalbum