"Arco Iris" - Gründer zu Gast in Liebfrauen

Am 14. Dezember 2008 hatte die Liebfrauengemeinde den Gründer des Hilfsprojekts „Arco Iris“, Pfr. Josef Neuenhofer, sowie 2 Besucherinnen aus Bolivien zu Gast.
Bereits im Hochamt um 11:00 Uhr berichtete er in der Predigt von den umfangreichen Maßnahmen, die in La Paz, Bolivien, erforderlich sind, um den in dieser Millionenstadt lebenden 30.000 (!) Straßenkindern zu helfen. Diese Kinder haben kein Dach über den Kopf, keine Familien oder Verwandten, von denen sie versorgt werden, von Geld ganz zu schweigen. So übernachten viele im „Hotel der 1.000 Sterne“, was für sie bedeutet: unter freiem Himmel, unter Brücken oder in den (noch) leeren Kammern der Grabmauern (in Bolivien werden die Verstorbenen nicht begraben sondern im Sarg in den Kammern der dafür gemauerten Wände untergebracht).
Von einem Frühstück, dem täglichen Brot, Kleidung oder anderen für unsere Verhältnisse selbstverständlichen Dingen des täglichen Lebens können die Straßenkinder nur träumen, und so driften bereits viele dieser Kinder in Kriminalität, Drogenmilieu oder Prostitution ab. Um ihr Dasein überhaupt annähernd sichern zu können, müssen die Kinder in irgendeiner Form Geld verdienen, sei es als einer von rd. 7.000 Schuhputzern, als „Autoscheibenwäscher“ (wenn die Fahrzeuge an einer Ampel mal kurz halten müssen), Zeitungsverkäufer oder auf irgendeine andere Art. Dass bei einer solchen Zwangslage ein Schulbesuch nicht möglich ist, kann man sich vorstellen und so schließt sich dann der Kreislauf aus Armut, Arbeits- und Perspektivlosigkeit.
Pfr. Neuenhofer hat es sich zum Lebensziel gemacht, möglichst vielen Kindern aus dieser Zwickmühle zu helfen. So wurden nach und nach Anlaufstellen, Heime, Kindergärten und Krankenhäuser geschaffen, in denen den bedürftigen Kindern geholfen wird.
Auch mobile Krankenversorgung in Form eines Transporters mit an Bord befindlichen Arzt und Zahnarzt sowie eine mobile Schule gibt es, um denen helfen zu können, die z.B. wegen der großen Entfernung nicht in der Lage sind, die festen Einrichtungen aufzusuchen.
Erfolge machen immer wieder Mut zum Weitermachen.
Und so konnte am 3. Advent ein symbolischer Scheck über 1.700 € übergeben werden. Sicher nur ein Tropfen auf dem heißen Stein bei der Vielzahl der hilfsbedürftigen Kinder, aber immerhin wenigstens ein Tropfen. Außerdem kamen noch eine Spende unserer Senioren in Höhe von etwa 200 € und die Kollekte des Hochamtes hinzu.
Hoffen wir, dass Pfr. Neuenhofer mit den Spenden wieder ein paar kleine Schritte machen kann und denen Hilfe verschafft, die nicht nur an Hunger leiden, sondern vor allem an mangelnder Zuneigung und Liebe.
Wer die Arbeit des Projekts unterstützen möchte, kann über Vikar Scheckel Wege und Möglichkeiten erfahren.
Übrigens: Die Spenden sind steuerlich absetzbar.
Nähere Informationen finden Sie auch im Internet unter




